Luang Prabang – Die schöne Stadt

Luang Prabang – Die schöne Stadt

6. März 2020 5 Von FalkNeu

Ausgeruht und mit frischem Elan packten wir in Vang Vieng unsere 7 Sachen und begaben uns auf die gute Bessie. Mit knapp 50 km/h, frischem Öl und vollgetankt, geht es Richtung Norden. Die Landschaft wird bergiger, die Umgebung schöner. Überall wird es Grün und rechts und links von uns ragen Berge in die Höhe.

Nach einer kurzen Pause und einem kühlen Getränk, soll unsere nächste Pause auf dem View Point Col sein. Der Weg dahin bringt sowohl Bessie, als auch uns an die Grenzen. Mit einer Steigung >12% geht es knapp 1300 m nach oben. 1h kämpfen wir uns im ersten Gang, müssen teilweise absteigen und laufen… von Serpentinen haben die hier noch nicht viel gehört. Die letzte Kurve vor dem Ziel (eine sehr sandige Angelegenheit) gibt Bessie den Rest und mit durchdrehenden Reifen fahren wir in einen kniehohen Hügel. Diese Mischung aus Sand und Staub ist unglaublich hartnäckig und so kommen wir, nachdem wir uns und Bessie befreit haben, äußerst dreckig am View Point an – zum Spaß von 4 anderen Backpackern auf Motorrädern.

diese Hosen waren mal weiß
Für die Aussicht hat es sich aber gelohnt.

Ein Glück ging es von da an nur noch bergab oder gerade und so kamen wir am frühen Abend in der alten Königsstadt – Luang Prabang – an. Auf einer Straße mit gleich 5 Guesthouses hatten wir die volle Auswahl und entschieden und für ein mittelgutes Zimmer zum akzeptablem Preis von 12€ ( also 6€ pP).

Den nächsten Tag guckten wir uns erstmal um. Wir hatten die perfekte Lage. Der Morningmarket war direkt auf der anderen Straßenseite, der Nightmarket nur 3 min zu Fuß entfernt und die Flusspromenade war auch direkt in der Nähe. Die wunderschöne Altstadt mit dem ehem. Palast und dem Phousi Hill waren 5 min Fußweg entfernt. Wir nutzen die Ruhe und machten erstmal uns, Bessie und die Rucksäcke wieder ordentlich sauber.

Auf dem Nachtmarkt entdeckten wir einen wunderbaren Stand einer örtlichen Bäckerei. Alles war voller Kuchen, Brownies, Muffins, Croissants, u.v.m. So kam es, dass fortlaufend jeder Abend mit einem anderen Stück Leckerei beendet wurde. Kuchen ist in Südostasien leider nicht sonderlich verbreitet und einen solchen Stand zu entdecken stimmte uns sehr sehr glücklich.

Der Khuang Si Waterfall hatte schon zuvor unsere Aufmerksamkeit geweckt und war unser Ziel am nächsten Tag. Unsere Erwartungen wurden leider enttäuscht, als wir nicht das Badeparadies vorfanden, welches in den Internetblogs und Reiseberichten beschrieben wurde. Wir fanden eine strikte Sehenswürdigkeit, viele Touristen und abgesperrte und künstliche Wege vor. Die Wege zu den wirklich guten Badestellen waren teils bewacht, teils mit Stacheldraht unzugänglich gemacht. Nur 2 Badestellen am Ende der Wasserfallstufen waren noch offen und von Touristen gefüllt. Die dritte und letzte Stelle war ganz Oben auf dem Wasserfall im Dschungel. Nach dem schwierigen und äußerst anstrengenden Aufstieg waren oben aber auch nur noch wenige Menschen zu finden. Leider dennoch nicht das, was wir erhofft hatten und so gingen wir nach dem Abstieg nochmal unten Baden und sahen uns die Bären im Rescue Centre an.

Ein schöner Wasserfall ist es so oder so

Die nächsten zwei Tage vielen leider fast komplett ins Wasser, im wahrsten Sinne des Wortes. Regen und ziemlich heftiger Sturm bildeten das Wetter draußen, und so nutzen wir die Tage um mal Entspannt im Bett liegen zu bleiben.

Unseren letzten Tag in Luang Prabang verbrachten wir damit, die wirklichen Touristenhotspots zu besichtigen. Der alte Palast, welcher jetzt ein Museum ist, war unser erstes Ziel. Hinten die Garage, wo die Autos des Königs ausgestellt sind, sowie das Gelände rund um den Palast sind kostenfrei.

Gegen Mittag erreichten wir zufälligerweise die Bamboo Bridge. Eine halbjährliche Brücke von einer einheimischen Familie. War sie früher tatsächlich für Locals wichtig, ist sie heute eher eine Attraktion für Touristen. Auf der anderen Seite fanden wir ein kleines, leckeres Restaurant in welchem wir unser Mittag zu uns nahmen. Die Brücke steht nur während der Trockenzeit, da sonst der Fluss zu groß wird. Sie wird jedes Jahr von Hand neu aufgebaut.

Bamboo Bridge

Den Sonnenuntergang, welcher leider gänzlich hinter Wolken verschwand, guckten wir uns vom Phousi Hill aus an. Die Aussicht war nichts desto trotz wunderschön.

Wie gesagt war dies unser letzter Tag und so packten wir noch unsere Sachen, um am nächsten Morgen entspannt los machen zu können.