Erste Erfahrungen im ruhigen Laos

28. Februar 2020 3 Von FalkNeu

In Vientiane angekommen suchten wir uns erstmal ein Hostel. Aufgrund der “Reinheit” von diesem, zogen wir am nächsten Tag aber auch schon wieder um…

Von Vientiane gibt es nicht viel zu berichten. Das liegt zum einen daran, dass die laotische Hauptstadt gerade einmal 1/7 der Fläche von Berlin und 1/3 der Fläche von Dresden hat, zum anderen daran, dass es nicht gerade viele Sehenswürdigkeiten gibt. Aufgrund der äußerst schlechten Erfahrung mit den Bussen, hatten wir die Überlegung, Laos mit dem Moped zu bereisen, zur Entscheidung gemacht. Die 6 Tage in Vientiane verbrachten wir also damit, alle Vorbereitungen zu treffen. Wir besorgten uns Helme und Handschuhe und belasen uns zum Reisen auf dem Zweirad durch Laos. Ein Moped bekamen wir von einem anderen koreanischen Backpacker, an welches wir noch seitlich Gepäckträger für unsere Rucksäcke anbringen ließen. Der Plan ist, wie so viele vor uns, mit dem gekauften Motorrad Laos zu erkunden, es Ende am wieder zu verkaufen und so mehr Freiheit zu genießen.

Ein wenig schauten wir uns Vientiane doch noch an. Vor allem der Triumphbogen aus der französischen Kolonialzeit und der Nachtmarkt weckten unsere Aufmerksamkeit. Da wir beides als nicht sonderlich spektakulär empfanden (wie auch den Rest der Stadt), machten wir uns auf den Weg nach Vang Vieng.

Früh um 11 Uhr banden wir unser Gepäck aufs Motorrad, welches wir aufgrund der Lautstärke, des Aussehens und der Funktion als Packesel liebevoll “Bessie” tauften.

Bessie, voll bepackt bei einer Verschnaufpause

Bessie brachte uns auch gut behalten die rund 150 km von Vientiane nach Vang Vieng. Von geradem Asphalt bis quer durch die Baustelle war bei dieser sehr unterschiedlichen Strecke alles dabei. Da die Luft sehr staubig war und Laos allgemein eher trocken und sandig ist, machten wir zwischendurch öfters Pause. Bei einer davon, 30 km vor Vang Vieng, aßen wir bei dieser Aussicht unser Mittagessen … um 14 Uhr.

Unser Aufenthalt in der neuen Stadt begann am ersten Tag mit einem sehr schönen Besuch bei einer Höhle im Süden der Stadt. Über eine Brücke, mit wundervoller Aussicht auf die Berge, kamen wir zu den gut 100 Stufen zur Tham Chang Höhle. Diese verwinkelte, relativ kleine, aber schöne Höhle liegt mitten im Berg, ist sehr unscheinbar und vor allem wenig besucht.

Direkt an die Höhle angrenzend liegt eine kleine blaue Lagune mit klarem Süßwasser aus dem Berg, welche zum Baden einlädt.

Am frühen Nachmittag bekamen wir dann aber doch Hunger und so begaben wir uns zu einem ruhigem Restaurant mit riesigen Portionen.

Einen weiteren Tag in Vang Vieng, welcher eigentlich nicht eingeplant war, nutzen wir dazu, eine der vielen blauen Lagunen in der Umgebung zu besuchen. Nach rund 10 km fahrt über Schotterstraßen, eröffnete sich vor uns eine wunderschöne “See”-Anlage… Zwischen den Bergen gelegen und mit blauem, teils glasklarem Wasser.

Hier entspannten wir auch den ganzen Tag bei Sonnenschein. Am Abend planten wir dann auch noch einen Besuch auf dem Nachtmarkt, welcher aber relativ enttäuschend war. Nur Souvenirs und “Touriklamotten”. Während in Pai oder Vientiane die Nachtmärkte immer auch gut von Einheimischen besucht wurden, war hier alles leer und nur ein paar Touristen waren unterwegs.

Der Turm ist eine Seilrutsche von der man sich in das Wasser fallen lassen kann.

Damit endet unser letzter Tag in Vang Vieng. Ich muss sagen die kleine Stadt hat mich sehr positiv überrascht und erinnerte mich ein wenig an eines meiner bisherigen Reisehighlights: Pai. Ähnlich zu dem thailändischen Dorf, ist auch hier die Umgebung die Hauptsehenswürdigkeit.

PS. Heute ist der 28.02.2020 und ab jetzt seid ihr bei meinen Reiseberichten wieder auf dem aktuellen Stand.